von admin_hasch

Waldbaden

Stressreduktion mit Hilfe des Waldes

Jahrtausendelang streifte der Mensch durch die Wälder, ernährte sich von dem, was er fand, und war der Natur ganz nah. Auch heute noch fühlen sich die Menschen vom Wald angezogen: Viele gehen im Wald spazieren, fahren Fahrrad oder gehen anderen Hobbys nach. Viele Menschen empfinden wieder eine Sehnsucht nach dem Wald und der Natur, wollen die Kraft der Erde wieder spüren.  

Zu wenig Natur macht krank!

Das Waldbaden setzt auf die Heilkraft der Bäume. Im Wald findet der gestresste Mensch zu sich selbst. Die meisten von uns fühlen sich durch den beruflichen Alltag, den Spagat zwischen Beruf und Familie, den täglichen Anforderungen zumindest phasenweise überfordert. Das Hamsterrad hält uns ständig auf Trab. Wir befinden uns meist nur noch im „Funktionsmodus“, gönnen uns wenig Ruhephasen und schalten nur noch selten wirklich ab.

Bewegung im Wald ist gesund

Viele Menschen verbringen ihren Arbeitsalltag meist sitzend im Büro, am Schreibtisch vor dem Computer. Wir bewegen uns viel zu wenig, es kommt sehr häufig zu Hals-, Nacken- und Rückenverspannungen und Schmerzen. Lockerungs- und Bewegungsübungen, sowie Ausstreichungen im Bereich

des Kiefers und der Wangen können positiv auf Verspannungen, Kopfschmerzen und nächtliches Zähneknirschen einwirken. Gerade Letzteres ist ein Zeichen von Stress. Oft bedarf es nur ein paar einfacher, weniger Übungen, manchmal reichen schon minimale Veränderungen aus, um wieder zu entspannen und die eigenen Sinne für Umwelt, die Natur/den Wald zu öffnen. Stressbewältigung ist durch Achtsamkeit und Entschleunigung zu erreichen. Diese Tatsache ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Hierbei bin ich meinen Klienten gern behilflich. Ein Mix aus von mir angeleiteten Übungen zum Schlendern, Atmen, zu leichten Bewegungen, zur Wahrnehmung und Entspannung hilft dabei, dass Körper und Geist einen in einen anderen Modus überführt werden.

Gesundheitsaspekte des Waldbadens

Stressbedingte Erkrankungen nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu. 2021 haben psychische Erkrankungen die Spitzenposition in den Gesundheitsstatistiken eingenommen. Bei chronischem Stress kann es durch einen dominanten Sympathikus zu Auswirkungen wie starker körperlicher Erregung (Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, innere Unruhe), Herz-Kreislauferkrankungen, erhöhtem Schlaganfallrisiko, Infekten, Verspannungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen u.v.m. kommen.
Waldbaden wirkt sich nachweislich positiv auf das Hormon-, das Nerven- und das Immunsystem aus. Wer sich im Wald aufhält, so zeigten Untersuchungen, senkt seinen Blutdruck und reduziert Stresshormone.

Stresshormone reduzieren

Dr. Qing Li hat seit 1982 die Heilkraft des Waldes auf unser Immunsystem erforscht. Blutproben von Gruppen, die sich im Wald aufhielten, verglichen mit Kontrollgruppen, die sich in der Stadt aufhielten, zeigten deutliche Unterschiede. Regelmäßige Aufenthalte im Wald reduzieren die Konzentration des Stresshormons Cortisol (im Speichel untersucht), senken die Konzentrationen von Adrenalin und Noradrenalin, wodurch sich der Blutdruck verringert und das Herz geschützt wird. . Der Spiegel des Hormons DHEA (auch als „Jungbrunnenhormon“ bezeichnet) steigt, die körpereigene Abwehr wird gestärkt (Erhöhung der natürlichen Killerzellen). Waldbaden wirkt beruhigend und schlaffördernd. Aber warum ist das so?

Quelle: Statista

Wundermittel Terpene

Pflanzen kommunizieren über chemische Substanzen, den Terpenen miteinander. Diese sekundären Pflanzenstoffe (Terpene) üben pharmakologische Wirkungen auf uns aus. „Sie schützen den Körper vor zerstörerischem Zellstress (freien Radikalen), töten Krankheitserreger und stärken das Immunsystem.“

(Quelle: www.fpi-publikationen.de)

Der Anteil an natürlichen Killerzellen sowie deren Aktivität steigt, das Immunsystem wird aktiviert. Im Schnitt hält diese Wirkung nach einem eintägigem Aufenthalt im Wald für ca. 7 Tage an.

Doch noch andere Dinge im Wald wirken nachweislich gesundheitsfördernd auf uns Menschen: Das Wahrnehmen der Farbe Grün zum Beispiel erzeugt in uns ein Urvertrauen. Das Grün der Bäume soll laut Farbpsychologie außerdem die Nerven beruhigen und das Immunsystem stimulieren. Wahrscheinlich rührt auch der Spruch „Grün ist die Farbe der Hoffnung“ genau hierher.

Dazu kommt das sogenannte Waldinnenklima. Es ist durch einige Besonderheiten gekennzeichnet: Die Kronen der Bäume halten die Sonnenstrahlen ab und die Bäume verdunsten Wasser, was zu kühleren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit führt. Ein großer Baum kann an einem warmen Tag 200 Liter Wasser verdunsten! Und nebenbei jede Menge Sauerstoff und ätherische Öle produzieren.

Der federnde Waldboden wirkt außerdem wohltuend auf Gelenk und Rückenbeschwerden ein. Um es zusammenzufassen: Waldbaden kann viele Genesungsprozesse positiv unterstützen und präventiv wirken. Natürlich können aber keine Heilversprechen gegeben werden. Bei ersten Beschwerden und chronischen Erkrankungen sollte der erste Weg immer zum Arzt sein, nicht in den Wald!

privates Foto

Heilige Bäume - Sitz der Götter

Unseren Vorfahren waren Bäume heilig. Ihre Größe und Beständigkeit faszinierte die Menschen schon immer. Die Germanen verehrten vor allem große, uralte Eichen, und brachten dort ihre Opfer. Heute können wir zwar kaum ermessen, wie tief die Beziehung der Kelten und Germanen zu ihren heiligen Hainen war, aber eine Inspirationsquelle sind Bäume auch für uns nach wie vor.  Sie bringen etwas in uns zum Schwingen.

Mit der Natur im Einklang

Die Verbindung zur und mit der Natur ist uns Menschen leider mehr und mehr verloren gegangen. Viele Menschen empfinden sich nicht mehr als einen Teil der Natur, fühlen sich „entwurzelt“. Im Haus, vor dem Fernseher, Handy oder Computer sitzend verfallen immer mehr Menschen in Traurigkeit, Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit und können meist gar nicht sagen oder festmachen, woran das liegt. Es geht uns gut, wir leben im Wohlstand, brauchen weder frieren noch hungern … und dennoch fehlt etwas. Es fühlt sich an, als wären wir ständig auf der Suche, getrieben und unter Druck. Wir planen, wir hetzen und versuchen, unsere Zeit möglichst effektiv einzuteilen.  Und haben dabei oft das Gefühl, von den Umständen gelebt zu werden, statt frei zu sein.

Privates Foto

Zurück zu den Wurzeln

Mit allen Sinnen im Hier und Jetzt sein. Dies kann durch achtsames Wahrnehmen stattfinden. Am besten in einer Umgebung, in der die Ablenkungen des Alltags auf ein Minimum reduziert sind. Keine elektronischen Geräte, eine Reduktion künstlicher Reize. Dafür ist der Wald ein idealer Ort. Beim Waldbaden werden die Sinne bewusst einzeln angesprochen und gelenkt – unser Sehen, unser Riechen, unser Fühlen. Durch das Lenken der Wahrnehmung kommen wir wieder ganz in das Hier und Jetzt – und damit zu uns selbst.

Shinrin-Yoku – Ursprung des Waldbadens

Shinrin-Yoku kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet so viel wie „Baden in der Waldluft“. Wir brauchen zum Waldbaden aber keine Badesachen, sondern wir tauchen in die Natur des Waldes mit all seinen Bestandteilen ein – den Bäumen und Sträuchern, Wiesen und Moosen, den Blumen und Pilzen … die Gerüche und Geräusche des Waldes mit allen Sinnen wahrzunehmen, darum geht es! Weder die absolvierten Kilometer noch der Stempel im Wanderbuch sind von Belang. Im Gegenteil:  beim Waldbaden ist der Weg das Ziel! Das absichtslose, achtsame, langsame Schlendern in der Waldatmosphäre und sammeln von verschiedenen Sinneseindrücken steht im Vordergrund. Anfang der 80er Jahre hat sich Waldbaden in Japan als anerkannte Stressbewältigungsaktivität etabliert, die in Japan sogar von Ärzten verschrieben werden kann.

Ganz im Hier und Jetzt

Achtsamkeitsübungen im Wald und das Fokussieren auf bestimmte Dinge (Bäume, Blätter, Farben, Gerüche, Geräusche, den Untergrund unter unseren Füßen, das Ertasten von Baumrinden, Moos o.a.) verbunden mit Staunen und unserer in uns vorhandenen kindlichen Neugierde aktivieren alle Sinne. Bei einem Waldbad steht uns in der Regel eine ruhige, reizarme Umgebung zur Verfügung, in der wir unsere Sinne ohne viele Ablenkungen schulen können. Unser Geruchssinn nimmt den Duft von Erde, Holz, Pilzen o.a. wahr. Wir hören Geräusche wie Vogelgezwitscher, das Rauschen der Blätter oder vielleicht einen Bach. Mit unseren Fingerkuppen streifen wir die raue Rinde eines Baumes, das weiche Moos oder spüren die glatte Oberfläche eines Blattes. Wir können Kräuter und Beeren schmecken,  unterschiedliche Lichtqualitäten wahrnehmen, das Sonnenlicht, welches durch das Blätterdach fällt, die dunklen, schattigen Bereiche in einem Nadelholzgebiet. Besonders unsere Augen nehmen ein Waldbad als sehr wohltuend wahr, da der Blick endlich auch einmal in die Weite schweifen kann. Im Alltag wird meist stundenlang auf den Monitor geschaut oder aufs Handy.  Die Abwechslung für unsere Augen beim Waldbaden wird meist als sehr entspannend wahrgenommen.
Ferner kann sich beim Waldbaden das tägliche Gedankenkarusell etwas verlangsamen, oder im besten Fall ganz anhalten.
Wir sind ganz bei uns und unserer Umgebung – im Hier und Jetzt.

Verfasser des Artikels

Stephanie Petsch

Ich freue mich, dass Sie das Thema Waldbaden interessiert. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

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